Kreis Offenbach | Perspektive Älterwerden

1. Aktives Alter 85 6. Finanzielle Hilfen & Vergünstigung n Mit den Leistungen für die vollstationäre Pflege wer- den Pflegebedürftige, die in einem Pflegeheim le- ben, unterstützt. In den Pflegegraden 2 bis 5 wer- den pflegebedingte Kosten bis zu einer bestimmten Höhe übernommen. Die monatlichen Höchstbeträge für die jeweiligen Pflegegrade können Sie der Tabel- le auf Seite 87 entnehmen. Personen mit dem Pfle- gegrad 1 erhalten lediglich einen Zuschuss von mo- natlich 125 Euro. Pflegebedingter Eigenanteil Innerhalb der gleichen Einrichtung sind die Eigen- anteile für pflegebedingte Aufwendungen für alle Bewohner gleich. Unabhängig davon, ob Leistungen nach dem PG 2 oder 5 bezogen werden: Der Eigen- anteil bleibt der gleiche. Kosten für Unterkunft, Ver- pflegung sowie Investitionskosten der Einrichtung sind selbst zu tragen und werden den Bewohnern in Rechnung gestellt. Leistungen für pflegende Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen Soziale Absicherung Für Pflegepersonen, die Pflegebedürftige in PG 2 bis 5 wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig zwei Tage zu Hause pflegen, zahlt die Pflegekasse die Beiträge zur Rentenversicherung. Gestaffelt nach Pflegebedürftigkeit steigen die Ren- tenbeiträge. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson nicht mehr als 30 Stunden anderweitig berufstätig ist. Darüber hinaus genießen Pflegepersonen den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung für alle Berei- che, die für die Feststellung für Pflegebedürftigkeit berücksichtigt werden. Zudem sind die Hilfen bei der Haushaltsführung in den Unfallversicherungsschutz mit einbezogen. Hat die Pflegeperson für die Pflege- tätigkeit ihre berufliche Beschäftigung unterbrochen oder ganz aufgegeben, zahlt die Pflegekasse für die Dauer der Pflege auch die Beiträge zur Arbeitslosen- versicherung. Pflegekurse Um eine bedarfsgerechte Pflege zu ermöglichen, übernimmt die Pflegekasse Kosten von anerkann- ten Pflegekursen für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen. Die Kurse werden von den Pflege- kassen selbst oder von anderen geeigneten Einrich- tungen, wie z.B. den Wohlfahrtsverbänden oder den Volkshochschulen durchgeführt. Dies gilt einheitlich für die Pflegegrade 2 bis 5. Pflege- bedürftige in Pflegegrad 1 können den Entlastungs- betrag für die Kurzzeitpflege einsetzen. Nicht ver- brauchte Leistungen der Verhinderungspflege (siehe Seite 83) können zu 100 Prozent für die Kurzzeit- pflege verwendet werden. Damit kann der Betrag für die Kurzzeitpflegemaximal verdoppelt werden. Wäh- rend der Kurzzeitpflegewird die Hälfte des bisher be- zogenen Pflegegeldes weitergezahlt. Leistungen im stationären Bereich

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