Kreis Offenbach | Perspektive Älterwerden

1. Aktives Alter 40 3 Wohnen im Alter Neue Wohnformen Der Wunsch vieler Menschen nach einem möglichst selbstbestimmten Leben bis ins hohe Alter hat die Ent- stehung neuer (alternativer) Wohnformen begüns- tigt. Gemeinsames Kennzeichen ist, dass die Bewoh- ner selbstbestimmt wohnen und ein hohes Maß an Lebensqualität genießen können. Die alternativen Wohnformen ermöglichen zudem, lange in einemso- zialen Netz zu leben. Kleinere Einschränkungen der Mobilität werden durch das gemeinschaftliche Le- ben ausgeglichen. Ein Vorzugmancher dieser Wohn- modelle besteht auch darin, dass sie günstiger sind als konventionelle Wohnformen. Senioren-Wohngemeinschaften In Senioren-Wohngemeinschaften leben ältereMen- schen zusammen in einer Wohnung. Jeder bewohnt ein eigenes Zimmer, Küche und Bad werden gemein- sam genutzt. Außerdem gibt es in der Regel ein Ge- meinschaftszimmer, das allen zur Verfügung steht. Das familienähnliche Leben in einer Wohnung ist ein guter Schutz vor Vereinsamung. Hier ist es leichter, aktiv zu sein: Gemeinsam kochen, ausgehen oder Sport treiben. Außerdem ist gegenseitige Hilfemög- lich. Gemeinsam in einer Wohnung zu leben, kann zu- dem finanziell vorteilhaft sein. Schließlich ist dieMie- te eines Zimmers in einer großen Wohnung oftmals niedriger als derMietpreis für ein Einzimmer-Apparte- ment. Man kann sich zudemdie Kosten für eine Haus- haltshilfe teilen oder eine gemeinsame Anschaffung tätigen, für die die Rente eines Einzelnen nicht ge- reicht hätte. Sogar Pflegeleistungen können zusam- men in Anspruch genommen werden. Allerdings ver- langt das gemeinschaftliche Leben auch ein gewisses Maß an sozialen Fähigkeiten und gegenseitige Tole- ranz. Damit es nicht zu Streitigkeiten kommt, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Rechte und Pflich- ten aller Bewohner klar geregelt sind. Außerdemsoll- te geregelt sein, wie Sie im Falle eines Auszugs oder bei Mietrückständen verfahren wollen. Senioren-Häuser – Hausgemeinschaften Hierbei handelt es sich um Hausgemeinschaften, in denen mehrere Senioren in einem Haus zusammen- leben. ImUnterschied zur Wohngemeinschaft besitzt jeder Bewohner eine eigene, abgeschlosseneWohn- einheit, zusätzlich gibt es Gemeinschaftsräume, die von allen genutzt werden. Hausgemeinschaften bie- ten die Vorteile vonWohngemeinschaften ohne deren Nachteile. Man kann zwanglos gemeinsamaktiv wer- den und sich gegenseitig helfen, zugleich besteht aber dieMöglichkeit zumRückzug in die eigeneWohnung. Integrierte Wohnprojekte – Mehrgenerationenwohnen Hier leben Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Lebensstationen und Lebenskonzepte zusammen: Ältere und jüngere, behinderte und nicht-

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